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Ganzjährig auflandige Strömungen und 25 Grad warmes Wasser machen die ostafrikanische Küste zu einem der sichersten Segelreviere. Der äquatoriale Monsunstrom teilt sich an der Küste in einen Nord- und einen Südstrom.
Wir segeln im wirbelsturmfreien Band, das sich in Äquatornähe um die ganze Erde zieht, wie diese Aufzeichnung der Wirbelstürme seit 1851 dokumentiert. Die tansanische und kenianische Küste ist das ganze Jahr sicher.
Der Wind ist saisonal verschieden. Im Sommer erhitzt sich die Landmasse von Asien im Norden. Der Luftdruck sinkt und zieht die Luft aus Süden an. Im kalten Winter hingegen herrscht Hochdruck und die Luft strömt nach Süden.
Die Winddiagramme von Sansibar, Dezember – November. Zur richtigen Zeit segelt man nach Norden wie nach Süden vor dem Wind. Entscheidend für die Segler des Altertums, aber auch für uns angenehm. –> Grosses Bild
Für die Navigation wichtig ist auch die Thermik. Sie zieht gegen das Festland und dreht den Nord- oder Südmonsun auf nahezu Osten. Dann stehen uns alle Kurse offen und kräftiger Wind lässt uns gut vorankommen.
Die Küste bei Ebbe zeigt, was die 4,5 m höhere Flut verbirgt. Für die Navigation ebenso wichtig ist es, die Strömungen zu antizipieren, die beim Ein- und Ausströmen dieser Wassermassen entstehen.
Spätestens hier, bei der Passage des Mlango, des oft engen «Tors» im Riff, muss die Navigation stimmen. Links und rechts donnern die Brecher. Eine zweite Chance hat man nicht, an Umkehr ist hier nicht zu denken.
Für die Navigation verwenden wir einerseits Karten auf Papier, heute sehr teuer und oft in die Jahre gekommen, wie diese Karte von Pemba (aufgenommen 1878, revidiert 1957 und erstaunlich genau).
Seezeichen für die klassische Navigation sind rar und es gibt kaum Kirchtürme oder peilbare Landmarks. Der Leuchtturm von Mangapwani, nördlich von Stonetown, ist die grosse Ausnahme.
Wir verwenden mehrere digitale Navigationshilfen: Navionics auf Smartphone, Garmin auf GPSMap, OpenCPN und Google auf Laptop und IPad. Hier Garmin-Tracks bei Pemba mit Schnorchelausfahrt.
Wir prüfen GPS-Tracks und vor allem geplante Routen oft in GoogleEarth, das sich bisher immer als verlässlich erwiesen hat. Hier zeigt sich, dass die Garmin-Karte recht genau stimmt.
Anders das OpenCPN-Navigationssystem. Es zeigt zwar mehr Details als Garmin, aber die Position der Insel Pemba ist hier um etwa 500 m nach Westen verschoben. Das ist gefährlich!
Die klassische Karte gibt ein detailreiches und akkurates Bild der Insel wieder. Aus der Distanz lässt sich das bewaldete Mesali auch gut peilen.
Der wasserfeste Ipad mit GoogleEarth und den vom Bordcomputer replizierten Daten erlaubt eine relaxte Navigationskontrolle vom Cockpit aus.
An heiklen Stellen ist Bwana im Ausguck auf dem Bug. Aus dem Stamm der Bajuni von Lamu, gehören Segeln und Fischen seit frühester Jugend zu seinem Leben.
Für die »Sicht» unter Wasser verwenden wir neben einem normalen Tiefenmasser ein «voraus schauendes Sonar». Mit farbigen Punkten, rot für hart, gelb für weich, bildet es den Meeresgrund vor dem Schiff ab.

Navigation hat viele Gesichter. Das Meer ist ständig in Bewegung, nur beschränkt berechen- oder vorhersehbar. Unser erster navigatorische Akt war die Wahl des Reviers. Der westliche Indische Ozean und die afrikanische Küste haben den grossen Vorteil, dass die Strömungen tendenziell durchwegs auflandig sind. Auch der dominante Wind, der Monsun, hat immer eine starke Ostkomponente, auch wenn er mal nach Süden, mal nach Norden abgelenkt wird. Das bedeutet, dass alles, was in Küstennähe schwimmt, früher oder später an Land geschwemmt wird. Kombiniert mit der menschenfreundlichen Wassertemperatur von ca. 25 Grad ist die Chance, eine totale Havarie zu überleben, hier unvergleichlich höher als in nördlichen Revieren.

Das gilt für den Menschen, nicht unbedingt für das Schiff. Die Küste ist durchsetzt mit schroffen Korallenriffen, auf denen eine gestrandete Jacht schnell zum Wrack wird. Für die Navigation ist diese Küste sehr anspruchsvoll. Riesige flache Wattgebiete wechseln sich ab mit senkrecht abfallenden Tiefwassercanions. Mit Ebbe und Flut verändert sich das Gesicht der Küste dauernd. Orte, die man zu kennen glaubt, findet man kaum mehr zurück. Der Gezeitenwechsel ruft starke Strömungen hervor. Enge, unbekannte Passagen, die sich ins Land hinein zu einer grossen Lagune ausweiten, sollte man bei Gezeitenstillstand angehen.